Telemedizin zwischen Boom und Flaute

Nicht alle telemedizinischen Leistungen kommen in der Praxis gleichermaßen an, wie ein Bericht des Bewertungsausschusses offenlegt. Die Zahlen zeigen eindeutig: Zumindest bei der Videosprechstunde schießen die Abrechnungszahlen in die Höhe.

Berlin. Angesichts des gegenwärtigen Booms telemedizinischer Leistungen gerät fast in den Hintergrund, auf welch niedrigem Niveau sich die Telemedizin bis zum Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland befand. Der dritte Bericht des Bewertungsausschusses (BA) zum Stand telemedizinischer Anwendungen beziffert nun beides: einen schwachen Start der Telemedizin und ihren pandemiebedingten Boom. Nichtsdestotrotz legen die Zahlen auch Bereiche offen, in denen sie über die Jahre hinweg kein Fuß fassen konnte.

Der dem Bundesgesundheitsministerium vorgelegte Bericht hat zum Ziel, „die notwendige Transparenz hinsichtlich der Durchführung und Erfüllung der dem Bewertungsausschuss vom Gesetzgeber übertragenen Aufgaben herzustellen“. Er umfasst Abrechnungsdaten von November 2018 bis Oktober 2020.

Quelle: Ärzte Zeitung