Schwangere vertragen Corona-Impfung gut

COVID-19-Impfung

COVID-19-Impfung für Schwangere unbedenklich (Foto: Wilfried Pohnke, pixabay.de)

Forscher der University of Washington haben Ergebnisse von mehr als 17.000 Frauen analysiert

Seattle – Für Schwangere sind die Corona-Impfstoffe ebenso gut verträglich wie für alle anderen Bevölkerungsgruppen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage unter mehr als 17.000 schwangeren und stillenden Frauen, die sich impfen ließen. Die Symptome waren nicht schwerwiegender als bei Nicht-Schwangeren. “Es gab keine Reaktionen, die über das hinausgingen, was von einem Impfstoff erwartet wird”, sagt Linda Eckert von der University of Washington.

Schwangere sind Impfmuffel

Bisher ließen sich nur 25 Prozent der Schwangeren in den USA impfen. Über alle Bevölkerungsgruppen gesehen sind bereits 50 Prozent vollständig geimpft. Bei schwarzen und lateinamerikanischen Frauen ist der Anteil noch geringer. “Wir hoffen, dass diese Daten die Frauen beruhigt, die Angst vor der Impfung haben. Der Impfstoff ist nicht nur sicher, sondern wird von Schwangeren auch vertragen”, so Eckert. Daran zweifelten bisher viele. Andererseits seien COVID-19-Infektionen in der Schwangerschaft besonders gefährlich.

Im Januar 2021 startete die Online-Umfrage bei Frauen, die schwanger waren oder stillten, und anderen, die weder schwanger noch stillend waren. Die Frauen wurden gebeten, ihre Reaktionen nach mindestens einer Dosis eines COVID-19-Impfstoffs zu beschreiben. Bis März hatten 17.525 Personen geantwortet. 44 Prozent der Befragten waren schwanger, 38 Prozent stillten und 15 Prozent gaben an, in naher Zukunft schwanger werden zu wollen.

Ganz normale Impfreaktionen

Die Mehrheit (62 Prozent) erhielt den Pfizer-Biontech-Impfstoff. 91 Prozent klagten über Schmerzen an der Injektionsstelle, 31 Prozent über Müdigkeit und leichtes Fieber unmittelbar nach dem Impfen. Derzeit sind 3.000 Antworten noch nicht ausgewertet, doch die Experten rechnen nicht mit unangenehmen Überraschungen. Die Forscher wollen die Studie jetzt auf andere sozioökonomische Gruppen und auf Frauen ausweiten, die nicht so eng mit der Gesundheitsversorgung verbunden sind.

Quelle: pressetext.com