Schnell-Gehen verlängert Leben um 16 Jahre

Im Wald

Im Wald: Flotte Wanderer haben eine hölhere Lebenserwartung (Foto: MaBraS, pixabay.com)

Wissenschaftler der University of Leicester haben Datensätze von 400.000 Briten ausgewertet

Leicester  – Das Tempo beim Gehen beeinflusst das biologische Alter eines Menschen. Das zeigt eine Auswertung der genetischen Daten von 400.000 erwachsenen Briten durch Forscher der University of Leicester. Genauer gesagt haben sie einen kausalen Zusammenhang zwischen dem Gehtempo, das sie anhand von Trackingdaten etwa von Smart Watches erfasst haben, und der Länge der Telomere in den Leukozyten festgestellt. Die Telomere derjenigen Probanden, die sich flotter bewegen, sind länger als jene von Menschen, die es eher gemächlich angehen. Die Unterschiede im biologischen Alter können bis zu 16 Jahre betragen.

Positiver Einfluss auf Zellteilung

Telomere ähnelen den Enden von Schnürsenkeln, die verhindern, dass die Enden aufribbeln, so Forschungsleiter Paddy Dempsey. Sie schützen die Leukozythen vor Schäden. Jedes Mal, wenn sich eine Zelle teilt, werden diese Telomere kürzer – bis zu einem Punkt, an dem sie so kurz werden, dass sich die Zelle nicht mehr teilen kann, was als “replikative Seneszenz” bezeichnet wird. Obwohl die Beziehung zwischen Telomerlänge und Krankheiten noch nicht vollständig verstanden ist, glauben Forscher, dass der Aufbau dieser seneszenten Zellen zu einer Reihe von Symptomen beiträgt, die mit dem Altern in Verbindung stehen, wie Gebrechlichkeit und altersbedingte Krankheiten.

Nur zehn Minuten zügiges Gehen pro Tag führt zu einer höheren Lebenserwartung, haben die Forscher festgestellt. Flotte Wanderer leben demnach im Vergleich zu langsamen Gehern um bis zu 20 Jahre länger. “Wir hatten zuvor schon festgestellt, dass das Gehtempo einen starken Einfluss auf den Gesundheitszustand hat”, sagt der beteiligte Forscher Tom Yates. Einen messbaren Zusammenhang habe man jedoch erst jetzt gefunden. Er empfiehlt denen, die üblicherweise gemächlichen Schritts unterwegs sind, wenigstens ab und zu einen Zahn zuzulegen, um ihre Lebenserwartung zu verbessern und Alterskrankheiten zu vermeiden.

Quelle: pressetext.com