Piperlongumin hilft gegen Retinoblastome

Auge

Auge: Krebs mit Piperlongumin behandelbar (Foto: pixabay.com, cocoparisienne)

Wachstum der Tumore konnte in ersten Versuchen reduziert und der Zelltod eingeleitet werden

Sion – Während die Entstehung von Retinoblastomen durch die Deaktivierung beider Allele der Tumorsuppressoegene in der sich entwickelnden Netzhaut ausgelöst wird, erfordert das Fortschreiten des Tumors zusätzliche epigenetische Veränderungen. Das Genom der Retinoblastome ist dabei ziemlich stabil. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie des Institute for Research in Ophthalmology.

Natürliche Substanz

Die Forscher haben die das Absterben fördernde Wirkung von Piperlongumin (PL), einer natürlichen Substanz, die aus Piper longum L. isoliert wird, an zwei menschlichen Retinoblaston-Zelllinien, und zwar WERI-Rb und Y79, analysiert. Die Auswirkungen von PL auf die Zellproliferation, den Zelltod und den Zellzyklus wurden untersucht. Die Forschungsergebnisse wurden in “Oncotarget” veröffentlicht.

Ergebnis: PL unterdrückt effektiv das Zellwachstum, beeinflusst den Zellzyklus durch die Verringerung der Werte der Cycline und CDK1 und erhöht CDKN1A und löst einen Caspase-3-unabhängigen Vorgang des Zelltodes aus, bei dem die Produktion von reaktiven Sauerstoffspezies eine Hauptrolle spielt. Tatsächlich wurde die PL-Toxizität in den Retinoblaston-Zelllinien durch eine Behandlung mit ROS-Scavenger N-Acetyl-Cystein unterdrückt.

Ziel bösartige Tumore

Diese Ergebnisse legen nahe, dass PL das Tumorwachstum reduziert und einen Zelltod durch die Regulierung des Zellzyklus einleitet. Laut der korrespondierenden Autorin Nathalie Allaman-Pillet handelt es sich bei Retinoblastomen um bösartige Tumore, die sich von Vorläufernzellen der Fotorezeptoren ableiten. Die Überlebensrate der Patienten ist in entwickelten Ländern extrem hoch. Unbehandelt schränken die Tumore die Erhaltung des Auges ein und setzen die Betroffenen einem Risiko von Metastasen und sogar dem Tod aus.

Quelle: pressetext.com