Musik reduziert Stress bei Lokalanästhesie-OP

Musik hörende Frau

Musik hörende Frau: Klänge wirken beruhigend (Foto: unsplash.com, dusan jovic)

Positive Wirkung auf Blutdruck sowie Herzfrequenz – Sedativa lassen sich gezielt reduzieren

Düsseldorf – Krebspatienten, denen im Zuge einer OP bei Lokalanästhesie ein Portkatheder eingesetzt wird, profitieren von begleitend eingespielter Musik. Zu dem Schluss kommt ein interdisziplinäres Forscher-Team unter Beteiligung der Universität Düsseldorf (HHU)  und des Universitätsklinikums Düsseldorf.

Tests mit 84 Patientinnen

In Tests wirkte die Musik positiv auf stressassoziierte, physiologische Parameter wie den Blutdruck oder die Herzfrequenz und reduzierte tendenziell auch die Menge des ausgeschütteten Stresshormons Cortisol. “Eine OP-begleitende Musiktherapie wirkt sich positiv auf das Stresslevel der Patientinnen aus und steigert damit ihr Wohlbefinden. Mit diesem einfachen und kostengünstigen Ansatz könnte, zumindest bei einfachen Eingriffen, die Menge an benötigten Sedativa und Analgetika verringert werden”, so HHU-Forscherin Nora Schaal.

Das Team hat seine Hypothese im Rahmen einer einfach verblindeten Studie bei gynäkologischen Onkologiepatientinnen untersucht. Vor, während und nach dem Eingriff nahmen sie subjektive und objektive Angst- und Stressparameter ab. Einer Hälfte der 84 Studienteilnehmerinnen wurde während der OP via Kopfhörer ein Musikprogramm vorgespielt – wobei die Patientinnen zwischen Klassik, Jazz, Meditation und Lounge wählen konnten. Die Kontrollgruppe trug ebenfalls Kopfhörer ohne Musikeinspielung, so dass das medizinische Personal nicht über die Gruppenzuordnung Bescheid wusste.

Quelle: pressetext.com