MRT-Verfahren 2.0 beschleunigt Krebsdiagnose

MRT-Aufnahme

MRT-Aufnahme: Bessere Krebsdiagnose soll möglich gemacht werden (Foto: pixabay.com, jarmoluk)

Krankhaftes Gewebe leuchtet auf – Bessere Vorsorge, Prognose und Therapie als Zielstellungen

Waterloo – Eine neue Art von Magnetresonanztomografie (MRT), die Krebsgewebe auf medizinischen Bildern leuchten lässt, hilft Medizinern beim genaueren Erkennen der Krankheit und lässt sie bessere Aussagen zum Fortschreiten dieser machen. Zu dem Ergebnis kommen Forscher der University of Waterloo. Laut Forschungsleiter Alexander Wong verfügt diese neue Technologie über ein vielversprechendes Potenzial, sowohl die Krebsvorsorge und die Prognose als auch die Planung der Behandlung zu verbessern.

“Synthetic Correlated Diffusion Imaging”

Die unregelmäßige Anordnung von Zellen führt bei der Art und Weise, wie sich Wassermoleküle in Krebsgewebe im Gegensatz zu gesundem Gewebe bewegen, zu Unterschieden. Das neue Verfahren “Synthetic Correlated Diffusion Imaging” hebt diese Unterschiede hervor, indem MRT-Signale bei unterschiedlichen Stärken und Timings der Gradientenimpulse eingefangen, synthetisiert und gemischt werden. Für die größte Studie dieser Art haben die Forscher mit Experten des Lunenfeld-Tanenbaum Research Institute  und mehreren Krankenhäusern in Toronto und dem Ontario Institute for Cancer Research  kooperiert. Ziel ist es, die neue Technologie bei einer Kohorte von 200 Patienten mit Prostatakrebs zum Einsatz zu bringen.

Im Vergleich zu Standard-MRT-Verfahren konnte das Synthetic Correlated Diffusion Imaging besser signifikantes Krebsgewebe darstellen. Wong zufolge ist Prostatakrebs weltweit der bei Männern am zweithäufigsten auftretende und der in Industrieländern am häufigsten diagnostizierte Krebs. Aus diesem Grund wurde er von den Forschern für diese Studie ausgewählt. “Wir haben auch sehr vielversprechende Ergebnisse für die Brustkrebsvorsorge, Nachweise und die Behandlungsplanung”, unterstreicht Wong. Dieses Verfahren könnte dem Fachmann nach in diesem Bereich ein Game Changer werden. Die Forschungsergebnisse wurden in “Scientific Reports” veröffentlicht.

Quelle: pressetext.com