Malaria-Impfstoff hat 77 Prozent Wirksamkeit

Moskito

Moskito: Kinder fallen Malaria oft zum Opfer (Foto: pixabay.com, shammiknr)

“R21/Matrix-M” übertrifft das Ziel der WHO – Hohe Dosierung bei Kindern am wirksamsten

Oxford – Der Malaria-Impfstoff “R21/Matrix-M” hat laut der University of Oxford  in der Phase IIb während der zwölf Monate der Nachuntersuchung eine Wirksamkeit von 77 Prozent. Die Forscher haben erstmals das WHO-Ziel mit einer Wirksamkeit von mindestens 75 Prozent erreicht. Die Studie wurde randomisiert, kontrolliert und doppelblind an der Clinical Research Unit of Nanoro (CRUN) / Institut de Recherche en Sciences de la Santé (IRSS) in Burkina Faso durchgeführt.

Studie mit 450 Teilnehmern

450 Teilnehmer im Alter von fünf bis 17 Monaten wurden aus dem Einzugsgebiet von Nanoro rekrutiert, einer Region mit 24 Dörfern und einer geschätzten Einwohnerzahl von 65.000. Die Teilnehmer wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Die ersten beiden erhielten R21/Matrix-M, entweder mit einer geringen oder hohen Dosis und der dritten Gruppe wurde als Kontrollgruppe eine Tollwutimpfung verabreicht. Die Dosierungen wurden von Anfang Mai bis Anfang August 2019 großteils vor dem Höhepunkt der Malariasaison ausgegeben.

Die Forscher berichten bei der Teilnehmern mit höherer Dosierung von einer Wirksamkeit des Impfstoffes von 77 Prozent. Bei der niedrigeren Dosierung lag die Wirksamkeit bei 71 Prozent. Es konnten keine ernsten mit dem Impfstoff in Zusammenhang stehenden Nebenwirkungen festgestellt werden. Nach diesen Ergebnissen wurde die Phase-IIb-Studie, die durch die das von der EU unterstützte Programm EDCTP2 finanziert wurde, um eine Auffrischungsimpfung erweitert, die ein Jahr später vor der nächsten Malariasaison verabreicht wurde.

Umfassende Impfkampagne

Die Forscher haben jetzt gemeinsam mit dem Serum Institute of India Private Ltd. und Novavax Inc. in vier afrikanischen Ländern mit der Rekrutierung für ein Phase-III-Studie zur Beurteilung der Sicherheit und Wirksamkeit bei 4.800 Kindern zwischen fünf und 36 Monaten begonnen. Die Forschungsergebnisse wurden in “The Lancet” veröffentlicht.

Quelle: pressetext.com