Long Covid: Bewegung gegen Depressionen

Depression

Depression: Forscher empfehlen viel Bewegung gegen Long Covid (Foto: pixabay.com, whoismargot)

Auch positive Wirkung gegen Diabetes – Teufelskreis der Entzündung lässt sich durchbrechen

Baton Rouge – Bewegung durchbricht den Teufelskreis der Entzündung infolge von Long Covid, das Monate nach der Erkrankung mit dem Coronavirus zu Diabetes und Depressionen führen kann. Zu dem Ergebnis kommen Forscher des Pennington Biomedical Research Center. Laut Wissenschaftler Candida Rebello beeinflusst Bewegung die Entzündung, die beim Blutzucker zu erhöhten Werten führt und der Entstehung und dem Fortschreiten von Diabetes und klinischen Depressionen führt.

Brain Fog und Muskelschmerzen

Derzeit ist unbekannt, wie viele Menschen an Long Covid leiden. Schätzungen gehen von 15 bis 80 Prozent der Infizierten aus. Basierend auf diesen Zahlen ist es möglich, dass allein in Louisiana eine Mio. Menschen betroffen sind. Long Covid verursacht laut den Centers for Disease Control  eine Gruppierung von beeinträchtigenden Symptomen wie Brain Fog und Muskelschmerzen. Auch kann Erschöpfung Monate nach der ursprünglichen Infektion anhalten. Der Forscherin nach kann eine Person bei COVID-19 zwar nicht sehr schwer erkranken, jedoch sechs Monate später Diabetes bekommen.

Eine vorbeugende Lösung ist den Wissenschaftlern zufolge Bewegung. Dabei ist es nicht notwendig, eine Meile, rund 1,6 Kilometer, zu laufen oder sehr rasch zu gehen. Langsames Gehen ist auch Bewegung. Ideal wäre eine Einheit von 30 Minuten. Sind auf ein Mal aber nur 15 Minuten möglich, sollte man versuchen, eine zweite Einheit einzulegen. Auch wenn nur 15 Minuten pro Tag möglich sind, sollten sie gemacht werden. “Wichtig ist, es zu versuchen. Es spielt keine Rolle, wo man beginnt. Man kann das empfohlene Ausmaß an Bewegung auch schrittweise aufbauen.”

Gesunder Lebensstil von Vorteil

Wir wissen, dass körperliche Aktivität ein wesentlicher Bestandteil eines gesunden Lebens ist. Diese Forschung zeigt, dass sich Bewegung nutzen lässt, um die Kettenreaktion der Entzündung, die zu hohen Blutzuckerwerten und dann zum Entstehen oder Fortschreiten von Typ-2-Diabetes führt, zu durchbrechen, betont John Kirwan, Co-Autor der Studie und Geschäftsführer von Pennington Biomedical. Die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse wurden in “Exercise and Sport Sciences Reviews” veröffentlicht.

Quelle: pressetext.com