Doppelte Impfstoffmenge für die kommende Woche – Bestellung bis morgen 12 Uhr

DIE KBV MELDET: Mit über zwei Millionen Dosen Comirnaty von BioNTech/Pfizer steht vom 26. April bis 2. Mai für die Arztpraxen doppelt so viel Impfstoff bereit wie in den Wochen zuvor. Vertragsärzte können somit bis zu 48 Impfstoffdosen ordern. Die Bestellung in den Apotheken erfolgt bis morgen 12 Uhr.

Wieviel Impfstoff jede Praxis letztlich in der nächsten Woche erhalten wird, hängt unter anderem von der Zahl der impfenden Ärzte ab. Wenn erneut rund 55.000 Vertragsärzte Impfstoff bestellen wie für diese Woche, erhält jeder im Durchschnitt 36 Dosen.

Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hatte am Freitag die für die Zeit vom 26. April bis 2. Mai avisierte Impfstoffmenge von 1,5 Millionen Dosen auf zwei Millionen Dosen aufgestockt (die PraxisNachrichten berichteten). Dies war erfolgt, da der Hersteller BioNTech/Pfizer in der betreffenden Woche insgesamt rund 3,4 Millionen Dosen für Deutschland bereitstellen kann, 916.000 mehr als zuvor.

Lieferpläne für Mai liegen noch nicht vor

Für Mai liegen noch keine Lieferpläne des Bundes vor. Zwar gebe es Zusagen, dass im nächsten Monat an die Praxen deutlich mehr Impfstoff geliefert werden solle, konkrete Angaben lägen bislang allerdings nicht vor, sagte KBV-Chef Dr. Andreas Gassen den PraxisNachrichten.

Die Praxen benötigten verlässliche Informationen, um das Impfen neben der Regelversorgung effizient organisieren zu können, forderte Vorstandsvize Dr. Stephan Hofmeister und betonte: „Die Ärztinnen und Ärzte haben mit großem Engagement innerhalb kürzester Zeit Impfkapazitäten aufgebaut. Jetzt brauchen sie ausreichend Impfstoff.“

Verwurf von Impfstoff unbedingt vermeiden

Praxen haben die Flexibilität, auf Basis der Impfverordnung nach ärztlicher Einschätzung selbst zu entscheiden, wer wann geimpft wird, wenn dies für eine effiziente Organisation der Schutzimpfungen oder eine zeitnahe Verwendung vorhandener Impfstoffe notwendig ist – vor allem, wenn damit ein Verwurf von Impfstoffen vermieden wird. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn Patienten absagen, der Impfstoff von BioNTech aber innerhalb von 120 Stunden verbraucht sein muss oder Dosen aus einem geöffneten Vial von AstraZeneca übrig sind.

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