Die Inzidenz von Herzstillstand außerhalb von Kliniken ist in Regionen mit hoher COVID-19-Krankheitsrate deutlich erhöht

Das bestätigt eine US-Analyse im Ballungsraum Detroit, wie Forscher des „Michigan Department of Health and Human Services“ berichten. In der Region wurden von März bis Mai 2020 insgesamt 1854 solcher Herzstillstand-Fälle („out-of-hospital cardiac arrests“, OHCA) dem Notfall-Netzwerk gemeldet und damit 60 Prozent mehr als im Vergleichzeitraum 2019 mit 1162 Fällen. Hochbetagte (über 85), Pflegeheimbewohner und Afroafrikaner waren überproportional häufig betroffen. Ein großer Teil der Betroffenen ist gestorben (2020: 1400 vs. 2019: 619), wobei der Anteil der Todesfälle bei den OHCA-Meldungen von 53 Prozent (2019) auf 76 Prozent (2020) ebenfalls deutlich zunahm. Auffällig war zudem, dass deutlich weniger Betroffene während der Pandemie intubiert oder mit supraglottischen Atemwegshilfen versorgt wurden. Der Anteil lag 2020 bei 21 Prozent im Vergleich zu 46 Prozent 2019. Unklar ist, ob die Zunahme von OHCA direkte Folge der Pandemie ist oder eine indirekte Folge, wegen veränderter Nutzung von Notaufnahmen (JAMA Network Open 2021, online 6. Januar).