Cranberrys halten das Gedächtnis im Alter fit

Cranberry-Ernte

Cranberry-Ernte im Norden der USA: gut für das Gedächtnis (Foto: pixabay.com, PublicDomainImages)

Britische Wissenschaftler stellen kognitive Verbesserungen bereits nach zwölf Wochen fest

Norwich – Der Verzehr von Großfrüchtigen Moosbeeren, besser bekannt als Cranberry, verbessert Gedächtnis und Gehirnfunktion und beugt damit der Altersdemenz vor. Auch sinkt dadurch der Anteil des LDL-Cholesterins im Blut, das landläufig als “schlechtes” Cholesterin bekannt ist. Das sind die Ergebnisse eines Teams um den Ernährungswissenschaftler David Vauzour von der Medical School der University of East Anglia.

Bessere Nährstoffversorgung

Die Wissenschaftler haben für Untersuchung 60 geistig fitte Menschen im Alter von 50 bis 80 Jahre einem Test unterzogen. Täglich nahmen 30 von ihnen über einen Zeitraum von zwölf Wochen täglich neun Gramm Cranberry-Pulver zu sich, die der Menge einer Tasse voller Früchte entspricht. Die andere Hälfte der Teilnehmer bekam Placebos verabreicht.

Die Gedächtnisleistung jener Teilnehmer, die Cranberry-Pulver bekamen, steigerte sich. Nach Abschluss der Phase zeigte sich, dass sich die Erinnerung an alltägliche Ereignisse, das sogenannte visuelle episodische Gedächtnis, die neuronale Funktion und die Blutabgabe an das Gehirn signifikant verbessert hatte. Deren Gehirn wurde effektiver mit essenziellen Nährstoffen wie Sauerstoff und Glukose versorgt, die das Gedächtnis verbessern.

Gegen Infarkte und Schlaganfälle

“Bei der Cranberry-Gruppe stellten wir auch eine signifikante Abnahme des LDL-Cholesterins fest, das zur Atherosklerose beiträgt – eine Verdickung oder Verhärtung der Arterien, die durch eine Ansammlung von Plaque in der inneren Auskleidung einer Arterie verursacht wird”, so Vauzour. Atherosklerose verursacht Durchblutungsstörungen bis hin zu Schlaganfall und Herzinfarkt. Er fühlt sich von den Ergebnissen ermutigt, zumal kognitive Fortschritte bereits nach einer relativ kurzen “Cranberry-Kur” nachzuweisen waren.

“An Demenz werden 2050 voraussichtlich über 150 Mio. Menschen leiden”, befürchtet Vauzour. Eine Heilung sei zumindest derzeit nicht möglich. Daher sei es von entscheidender Bedeutung, dass wir “modifizierbare Lebensstilinterventionen wie die Ernährung suchen, die dazu beitragen könnten, das Krankheitsrisiko und die Belastung zu verringern”, so der Ernährungswissenschaftler abschließend.

Quelle: pressetext.com