Steuerrecht – Haftung durch Steuerberater

Eine ordnungsgemäße Steuerberatung verlangt sachgerechte Hinweise des Steuerberaters über die Art und die mögliche Höhe eines Steuerrisikos. Es kann daher die Verpflichtung bestehen, einen Mandanten auf die Möglichkeit einer verbindlichen Auskunft des Finanzamtes hinzuweisen, die dann vor Beginn eines Vorhabens eingeholt werden sollte; sog. Gebot des sichersten Weges. Dies gilt insbesondere, wenn die Rechtslage nach Erkenntnis des Steuerberaters ungeklärt ist und die Beratung für den Mandanten von schwerwiegender Bedeutung ist; z.B. wenn es eine Gestaltung betrifft, die dauerhaft und später nicht mehr korrigierbar ist.

Aktenzeichen: BGH, 08.02.2007, AZ: IX ZR 188/05
Entscheidungsjahr: 2007