Medizinisch-Psychologische Untersuchung – auch bei Fahrradfahrer

Behörden können von alkoholisierten Fahrradfahrern einen Idiotentest (MPU) verlangen, wenn sie mit 1,6 Promille oder mehr im Straßenverkehr auffallen. Weigern diese sich, riskieren sie ein Fahrverbot für sämtliche Fahrzeuge.

Die Richter führten aus, es bestehe ausreichend Grund zur Annahme, dass der Mann auch zum Führen eines erlaubnisfreien Fahrzeugs – zum Beispiel eines Fahrrades – ungeeignet oder nur bedingt geeignet sei. Die Fahrerlaubnisverordnung sehe die Anforderung eines Gutachtens über die Fahreignung ab einer Blutalkoholkonzentration von 1,6 Promille vor. Denn auch beim Führen eines Fahrrads unter Alkohol bestehe ein erhöhtes Verkehrsrisiko für andere Verkehrsteilnehmer.

Aktenzeichen: OVG Rheinland-Pfalz, AZ. 10 A 10284/12
Entscheidungsjahr: 2012