Private E-Mails vom Arbeitsplatz kann den Job kosten

Einem Filialleiter war von seiner Firma, einem Zeitarbeitsunternehmen, gekündigt worden. Trotz eines eindeutigen Verbots und Abmahnungen hatte er immer wieder Privat-E-Mails von seinem Firmencomputer verschickt. Insgesamt 261 Mal. Die Kündigung wollte der Filialleiter nicht akzeptieren, zog vors Arbeitsgericht Frankfurt. Die Klage wurde zurückgewiesen. Die Richter sahen in dem Versenden der heimlichen E-Mails eine „exzessive Privatnutzung firmeneigener Systeme“. Dies, so die Richter, sei ein schwer wiegender Verstoß gegen arbeitsvertragliche Pflichten. Die Kündigung sei demnach rechtens und zulässig. Obendrein, so stellte das Gericht fest, sei sogar eine fristlose Kündigung, ohne vorherige Abmahnung, möglich.

Arbeitsgericht Frankfurt AZ. 9 Ca 10256/03 vom 19.7.2004