90.000 Euro Schmerzensgeld wegen zu spät erkanntem Darmverschluss

Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm hat entschieden, dass eine Patientin vom Krankenhaus und vom verantwortlichen Arzt 90.000 Euro Schmerzensgeld verlangen kann, wenn ein Dünndarmverschluss zu spät erkannt und behandelt wurde und ihre Gesundheit deswegen dauerhaft erheblich beeinträchtigt ist. Im vorliegenden Fall seien notwendige diagnostische und therapeutische Maßnahmen grob fehlerhaft unterlassen worden, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit das Absterben eines Darmteils und die Perforation des Darms hätten verhindern können.

Aktenzeichen: OLG Hamm, 21.11.2014, AZ: 26 U 80/13
Entscheidungsjahr: 2014