Zirkuläre Ribonukleinsäuren bekämpfen Krebs

Zirkuläre Ribonukleinsäuren

Zirkuläre Ribonukleinsäuren bekämpfen Krebs (Bild: pixabay.com, geralt)

Nanopartikel auf Polyethylenimin-Basis eignen sich, um RNA an Wirkort im Körper zu bringen

Gießen/Halle/Leipzig – Ribonukleinsäuren (RNAs) könnten neue Therapien gegen Krebs ermöglichen, wie Forscher der Universitäten Gießen, Halle-Wittenberg und Leipzig ermittelt haben. Die Teams zeigen auch, dass sich Nanopartikel auf Polyethylenimin-Basis dazu eignen, die zirkuläre RNA an ihren Wirkort im Organismus zu bringen.

Durch Ringform sehr stabil

Zirkuläre RNAs, die in der Regel keine Proteine codieren, sind durch ihre Ringform besonders stabil. Natürlich vorkommende zirkuläre RNAs können bestimmte microRNAs (miRNAs) binden und somit deren Funktion regulieren. MicroRNAs sind eine RNA-Variante, die an der Regulation der zellulären Proteinsynthese und damit der Genexpression beteiligt sind.

Mit künstlich hergestellten spezifischen zirkulären RNAs lassen sich auch krankheitsrelevante miRNAs gezielt hemmen, was Gießener Wissenschaftler bereits beim Hepatitis-C-Virus gelungen ist. In der aktuellen Studie richtete sich das Interesse der Teams auf die miRNA-21 in Krebszellen. Dies ist die bei Weitem am häufigsten vorkommende miRNA bei Krebserkrankungen des Menschen.

Tumorwachstum gehemmt

Für die Anwendung im Organismus spezialisierte Formulierungen von Nanopartikeln auf Polyethylenimin (PEI)-Basis evaluiert. „Wir konnten zeigen, dass Nanopartikel aus PEI und zirkulären RNAs gegen miRNA-21 das Tumorwachstum im Mausmodell signifikant gehemmt haben. In Nanopartikel verpackte zirkuläre RNAs, die gegen krankheitsrelevante miRNAs gerichtet sind, stellen somit eine leistungsstarke potenzielle Therapiestrategie bei der Krebsbehandlung dar“, so der Gießener Forscher Oliver Roßbach.

Quelle: pressetext.com