Tragbare Wundheil-Sensoren imitieren Haut

Biosensor

Biosensor: neue Erkenntnisse über Wundheilung (Foto: Matthew Brown)

Bessere Gesundheitsanwendungen durch gezielte Überwachung in Echtzeit als Zielstellung

Binghamton – Forscher der Binghamton University  haben von der Haut inspirierte Elektronikanwendungen entwickelt, die dem größten menschlichen Organ entsprechen und eine langfristige, hochqualitative Wundüberwachung in Echtzeit ermöglichen sollen. Ziel ist laut Forschungsleiter Matthew Brown, mit diesen Sensoren und technischen Neuerungen Fortschritte bei Gesundheitsanwendungen zu realisieren. Zusätzlich soll ein besseres quantitatives Verständnis des Fortschreitens von Krankheiten, der Wundversorgung, der allgemeinen Gesundheit, der Fitness-Kontrolle und anderen Bereichen möglich werden.

Mikroarchitektur wie Haut

Bei Biosensoren handelt es sich um Analysegeräte, die eine biologische Komponente mit einem physiochemischen Detektor verbinden. Damit lässt sich eine chemische Substanz und deren Reaktion im Körper beobachten und analysieren. Die neuen elektromechanischen Sensoren können Lactate und Sauerstoff in der Haut checken. Der Sensor verfügt über eine ähnliche Mikroarchitektur wie die Haut.

Der tragbare Sensor ist mit Sensorkabeln aus Gold ausgestattet, die über ähnliche mechanische Eigenschaften wie die Elastizität der Haut verfügen. Ziel der Forscher ist die Entwicklung einer neuen Art von Sensor, der nahtlos mit dem Körper des Trägers verschmilzt. Damit soll die Körperanalyse maximiert und ein besseres Verständnis der chemischen und physiologischen Informationen ermöglicht werden.

Breite Anwendungspalette

Lactate und Sauerstoff sind Biomarker für das Fortschreiten der Wundheilung. Die Forscher planen, weitere Biomarker in die Sensoren zu integrieren und damit noch multifunktionellere Sensoren zu entwickeln, die bei der Wundheilung helfen. Eine weitere Einsatzmöglichkeit wäre die Integration in innere Organe. Damit könnten ganz neue Einblicke über die Auswirkungen von Krankheiten auf diese Organe und den menschlichen Körper gewonnen werden. Die Forschungsergebnisse wurden in „Biosensors and Bioelectronics“ publiziert.

Quelle: pressetext.com