Spezialnahrung: Alzheimer lässt sich verzögern

Tobias Hartmann

Tobias Hartmann: Alzheimer lässt sich verlangsamen (Foto: uni-saarland.de)

Erhebung „LipiDiDiet“ zeigt positive Ergebnisse – 311 Patienten an elf Kliniken begleitet

Saarbrücken – Im frühen Stadium lässt sich der Verlauf einer Alzheimer-Erkrankung mit speziellen Nahrungsmitteln verzögern. Bei Versuchspersonen verzögerte sich der Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit deutlich, wie die europäische Studie „LipiDiDiet“ zeigt, für die 311 Patienten an elf Kliniken bisher drei Jahre lang beobachtet wurden. Details wurden in „Alzheimer’s & Dementia“ publiziert.

Effektiver Nährstoffcocktail

„Bei den Patienten mit dem Nährstoffcocktail schrumpften die Gehirne der von Alzheimer betroffenen Teilnehmer um 20 Prozent weniger als bei der Vergleichsgruppe, der Veränderungsprozess im Gehirn konnte also deutlich verlangsamt werden. Noch wichtiger war, dass die Hirnleistung während der drei Jahre zwischen 40 bis 70 Prozent weniger nachließ als bei den nicht behandelnden Probanden“, verdeutlicht Studienleiter Tobias Hartmann von der Universität des Saarlandes. Je früher die Therapie starte, desto wirksamer sei es.

Das für die Behandlung der Alzheimer-Patienten eingesetzte Nährstoffgemisch „Fortasyn Connect“ enthält eine spezielle Kombination aus essenziellen Fettsäuren, Vitaminen und anderen Nährstoffen. Dazu zählen Docosahexaensäure, Eicosapentaensäure, Uridinmonophosphat, Cholin, die Vitamine B12, B6, C, E und Folsäure sowie Phospholipide und Selen. Frühere präklinische Studien haben gezeigt, dass diese Nährstoffe eine Reihe von für Alzheimer typische Hirnveränderungen reduzieren. Weitere klinische Studien haben laut Hartmann zudem positive Ergebnisse bei Gedächtnis- und EEG-Messungen gezeigt.

Quelle: pressetext.com