Sauerstoffmangel: Kinder früher unfruchtbar

Im Mutterleib

Im Mutterleib: Sauerstoffmangel hat gravierende Folgen (Foto: pixelio.de, Arzt)

Wissenschaftliche Tests an Ratten zeigen deutlich weniger Eizellen und kürzere Telomere

Cambridge – Geringe Sauerstoffwerte im Mutterleib führen laut einer neuen Studie unter der Leitung der University of Cambridge  später oft zu Problemen mit der Fruchtbarkeit. Vor allem das Rauchen oder Krankheiten wie Präeklampsie sind die Verursacher. An Ratten durchgeführte Tests haben ergeben, dass Föten, die einer chronischen Hypoxie ausgesetzt waren, später über eine fortgeschrittene Alterung der Eierstöcke und weniger zur Verfügung stehenden Eizellen verfügten.

Faktoren vermeidbar

Ein Sauerstoffmangel im Mutterleib kann durch eine Reihe von Faktoren verursacht werden. Dazu gehören Rauchen, Präeklampsie, Fettleibigkeit und das Leben in einer großen Höhenlage. Es ist bereits bekannt, dass eine Hypoxie zu langfristigen Gesundheitsfolgen bei den Nachkommen führt. Dazu gehört auch das höhere Risiko einer Herzerkrankung. Die aktuelle Studie hat jedoch erstmals Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit nachgewiesen.

Die Forscher haben trächtige Ratten verringerten Sauerstoffmengen ausgesetzt. Die Werte wurden von den 21 Prozent, die normalerweise in der Luft enthalten sind, auf 13 Prozent reduziert. Die Tiere waren diesen Bedingungen vom 6. bis zum 20. Tag der Trächtigkeit ausgesetzt. Vier Monate später wurden die Fortpflanzungsorgane der weiblichen Jungtiere untersucht. Dabei wurde eine Abnahme der Follikel in den Eierstöcken ermittelt.

Gewebe altert schneller

Die Forscher haben auch die Länge der Telomere im Eierstockgewebe der jungen Ratten untersucht. Es zeigte sich, dass sie bei den einem Sauerstoffmangel ausgesetzen Tieren kürzer waren. Laut Forschungsleiterin Catherine Aiken scheint es zur früheren Alterung des Gewebes zu kommen. Somit setze die Unfruchtbarkeit früher ein. Obwohl die Studie an Ratten durchgeführt wurde, geht Aiken davon aus, dass sich die Ergebnisse auch auf den Menschen übertragen lassen. Alle wissenschaftlichen Details wurden in „The FASEB Journal“ publiziert.

Quelle: pressetext.com