Hohes Corona-Risiko für Fehl- und Mangelernährte

Virus im Anmarsch

Virus im Anmarsch: Ernährung spielt wichtige Rolle (Foto: pixabay.com, geralt)

Sogar Kinder können betroffen sein – Prävention, Diagnose und Behandlung entscheidend

Hohenheim/Stuttgart – Personen, die aufgrund von Alter und Vorerkrankungen zu Fehl- und Mangelernährung neigen oder diese während einer Intensivbehandlung entwickeln oder verstärken, haben beim neuen Coronavirus deutlich schlechtere Genesungschancen und sind daher besonders gefährdet. Zu dem Schluss kommen Forscher der Universität Hohenheim  in Stuttgart. Dazu können den Experten nach sogar Kinder gehören.

Schwererer Verlauf erwartet

„Ein guter Ernährungszustand der Patienten reduziert deutlich die Wahrscheinlichkeit, einen schweren Verlauf der Erkrankung durchzumachen, bleibende Folgeschäden zu entwickeln oder gar zu versterben“, betont der leitende Ernährungsmediziner Stephan C. Bischoff. Doch gerade der Aufenthalt auf einer Intensivstation, der durch die schweren Atemwegserkrankungen nötig werden kann, führe bei COVID-19-Patienten häufiger dazu, dass sich Fehl- und Mangelernährungen aufgrund der Entzündungsprozesse entwickelten oder weiter verschärften.

Mediziner Bischoff fordert deshalb: „Die Prävention, Diagnose und Behandlung von Unter- und Fehlernährung sollte routinemäßig fester Bestandteil bei der Behandlung jedes COVID-19-Patienten sein.“ Wichtig sei außerdem, dass gefährdete Personen gerade im Vorfeld einer möglichen COVID-19-Erkrankung verstärkt auf ihren Ernährungszustand achten. „Personen mit bekannter Fehl- und Mangelernährung oder einem Risiko dafür sollten sich dabei idealerweise von erfahrenen Ernährungsberatern oder -medizinern unterstützen lassen.“

Quelle: pressetext.com