Schmerzensgeld bei zu spät erkannter Netzhautablösung

Das Oberlandesgericht (OLG) Hamm hat entschieden, dass Augenärzte einem Patienten 15.000 Euro Schmerzensgeld schulden, der auf einem Auge 90 % seiner Sehkraft verloren hat, nachdem eine Netzhautablösung zu spät erkannt und der Patient, statt ihn frühzeitig an einen Augenchirurgen zu überweisen, zu lange mit Laserkoagulationen behandelt worden war. Beim Patienten war anfangs ein Netzhautloch und eine Glaskörperblutung festgestelllt worden, welche der Augenarzt über einen mehrmonatigen Zeitraum hinweg mit mehreren Laserkoagulationen behandelte. Eine Ultraschalluntersuchung war nicht durchgeführt worden. Dies stelle einen groben Behandlungsfehler dar, der zu einer Beweislastumkehr zugunsten des Pateinten führe, so dass Gericht.

Aktenzeichen: OLG Hamm, 21.02.2014, AZ: 26 U 28/13
Entscheidungsjahr: 2014