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Praxis-Vertreter

Jeder Vertragsarzt darf sich im Krankheitsfall, im Urlaub oder bei Teilnahme an einer ärztlichen Fortbildung oder Wehrübung durch einen anderen Vertragsarzt oder einen ins Arztregister eintragungsfähigen Arzt vertreten lassen.

Ein nicht zugelassener Arzt, der nach dem bisherigen alten Vertragsrecht ohne abgeschlossene Weiterbildung ins Arztregister eingetragen war, erfüllt diese Voraussetzungen nicht.

Die Vertretung ist bis zu einer Dauer von bis zu drei Monaten innerhalb von zwölf Monaten genehmigungsfrei. Allerdings ist jede Vertretung, die länger als eine Woche dauert, der jeweiligen KV zu melden. Bei einer über diesen Zeitraum hinausgehenden Vertretung (z.B. wegen Krankheit) ist eine Genehmigung durch die KV erforderlich.

Werden von einem Vertreter Leistungen in der Praxis erbracht und gegenüber den gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet, für die eine besondere Qualifikation Voraussetzung ist, so muss sich der vertretene Vertragsarzt vergewissern, dass bei seinem Vertreter die erforderlichen Qualifikationsvoraussetzungen erfüllt sind.
Sind diese Voraussetzungen nicht erfüllt, so dürfen die Leistungen, die eine besondere Qualifikation erfordern, nicht erbracht und abgerechnet werden.
Der Vertragsarzt haftet bei seinem Vertreter für die Erfüllung der vertragsärztlichen Pflichten wie für die eigene Tätigkeit

Ärztliche Kooperationen

 

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