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Medizinische Kooperationsgemeinschaften

Unter dem Begriff "Medizinische Kooperationsgemeinschaften" als Oberbegriff sind alle Formen der zulässigen Kooperationen zu verstehen, wie

  • örtliche und überörtliche Berufsausübungsgemeinschaften (früher Gemeinschaftspraxen)
  • Teilberufsausübungsgemeinschaften
  • Praxisgemeinschaften
  • Medizinische Versorgungszentren
  • Ärztenetze
  • Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Angehörigen anderer Fachberufe

Es ist nicht erforderlich, dass eine Medizinische Kooperationsgemeinschaft bei der Ausübung des ärztlichen Berufes als Einheit nach außen in Erscheinung tritt, wie etwa bei der Berufsausübungsgemeinschaft oder dem MVZ. Bei Praxisgemeinschaften und Ärztenetzen z.B. bleibt die Selbstständigkeit des einzelnen Mitglieds bestehen. Die Kooperation beschränkt sich auf einzelne Teilaspekte – auch im nichtmedizinischen Bereich, wie etwa der gemeinsame kostengünstigere Einkauf von Verbrauchsmaterialien durch Ärztenetze.

Medizinische Kooperationsgemeinschaften können Ärzte insbesondere mit folgenden Berufsgruppen – hier alphabetisch aufgeführt – gründen:

  • Diätassistenten/Diätassistentinnen
  • Diplom-Sozialpädagogen/Diplom-Sozialpädagoginnen,
  • Diplomsozialarbeiterinnen/Diplomsozialarbeitern,
  • Diplom-Heilpädagogen/Diplom-Heilpädagoginnen
  • Diplom-Sportlehrern/Diplom-Sportlehrerinnen
  • Ergotherapeuten/Ergotherapeutinnen
  • Ernährungswissenschaftlern/Ernährungswissenschaftlerinnen
  • Hebammen, Entbindungspflegern
  • Klinischen Chemikern/Chemikerinnen
  • Logopäden/Logopädinnen und Angehörigen gleichgestellter sprachtherapeutischer Berufe
  • Medizinisch-technischen Assistenten/Assistentinnen
  • Naturwissenschaftlern/Naturwissenschaftlerinnen anderen Bereiche
  • Pflegeberufsangehörigen mit staatlich Anerkennung
  • Physiotherapeuten
  • Psychologischen Psychotherapeuten/Psychotherapeutinnen, Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten /Psychotherapeutinnen, Diplompsychologen /Diplompsychologinnen
  • Zahnärzten/Zahnärztinnen

Keine Kooperationsgemeinschaft mit Apothekern und Heilpraktikern

Apothekern ist eine medizinische Kooperationsgemeinschaft mit einem Arzt nicht gestattet, da Apotheker nach dem Apothekenrecht mit Ärzten keine Rechtsgeschäfte vornehmen und Absprachen treffen dürfen, die eine bevorzugte Lieferung bestimmter Arzneimittel, die Zuführung von Patienten, die Zuweisung von Verschreibungen oder die Fertigung von Arzneimitteln ohne volle Angabe der Zusammensetzung zum Gegenstand haben.
Nach dem ärztlichen Standesrecht ist Ärzten eine Kooperationsgemeinschaft mit Heilpraktikern nicht gestattet.

Ärztliche Kooperationen

 

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