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Neue Sensoren helfen beim Verzicht aufs Rauchen

Personalisierte Botschaften reden Usern per Smartphone ins Gewissen

Ausdrücken: System hilft beim Aufhören

Cleveland - Hightech soll Rauchern helfen, sich von ihrem Laster zu befreien. Forscher der Case Western Reserve University  legen den Rauchern einen Bewegungssensor an. Eine kleine Auswerteeinheit erkennt die typischen Gesten wie das Hinführen der Zigarette oder der Zigarre zum Mund und das Abstreifen der Asche. Dann spielt das Handy des Rauchers 20 bis 120 Sekunden dauernde Videos ab. Das System funktioniert derzeit nur bei Smartphones mit Android-Betriebssystem.

System erinnert an gute Vorsätze

Es gibt bereits zahlreiche Hilfen für Raucher, die aufhören wollen, vom Nikotin-Kaugummi bis zu Hypnose. Auch tragbare Elektronik wird schon eingesetzt. Die Erfolge sind jedoch mäßig. Die Forscher um Ming-Chun Huang, Juniorprofessor für Elektrotechnik und Computerwissenschaften, glauben, dass ihr System höhere Erfolgschancen bietet. Es habe eine sehr hohe Trefferquote, sodass es keine Videos abspielt, wenn der Raucher gerade einmal auf das Qualmen verzichtet.

Das gelingt durch das Anlegen von zwei Sensoren. Wenn beide typische Bewegungen registrieren, aktiviert das System ein Video. Zündet der User dagegen eine Kerze an, reagiert es nicht. Dazu kommt eine personalisierte Botschaft, die den Entwöhnungswilligen an seinen Vorsatz erinnert, mit dem Rauchen aufzuhören. Dazu kommen Texte, die an die Vorteile für die Gesundheit und fürs Portemonnaie erinnern.

Heimliches Rauchen wird unmöglich

Das System lässt sich auch nutzen, um herauszufinden, wie oft der Proband zur Zigarette greift, auch wenn er sich geschworen hat, darauf zu verzichten. Bisher waren diejenigen, die beim Entwöhnen helfen sollten, auf die Aussagen der Raucher angewiesen, die schnell zum Schummeln neigen. "Wir sind in der Lage, zwischen einer einzelnen Bewegung, die ein Proband beim Essen oder Trinken macht, und einer ganzen Serie von Bewegungen zu unterscheiden, die typisch sind für eine Raucheraktivität", so Huang.

Den Anstoß für die Entwicklung gab Monika Webb Hooper vom Krebsforschungszentrum der Universität. Sie suchte nach Möglichkeiten, Menschen bei der Entwöhnung noch besser als bisher zu unterstützen. Sie fand bei einem Test heraus, dass die neue Methode besser funktioniert als bisherige Entwöhnungshilfen. 60 Raucher bekamen die neuartigen Armsensoren, 60 andere erhielten lediglich Warnhinweise per Smartphone in zufälligen Abständen. In Gruppe eins verzeichnete sie mehr Erfolge.

Quelle: www.pressetext.com, Foto: Martin Büdenbender, pixelio.de

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