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„Schlauheits-Gene“ schützen aktiv vor Alzheimer

Zusammenhang zwischen psychischen Störungen und Bildungslevel

Gene: Überschneidungen entdeckt

Cambridge - Die gleichen Gene, die einen Menschen clever machen, können zu Anorexie, Autismus oder einer bipolaren Störung führen. Diese "Schlauheits-Gene" schützen jedoch vor Alzheimer. Zu diesem Schluss kommt eine Studie, die von Forschern des Massachusetts Institute of Technology (MIT)  in Zusammenarbeit mit Kollegen der Harvard University durchgeführt worden ist.

Überlappungen vieler Erkrankungen

Genetischen Faktoren, die Personen zu gewissen psychischen Störungen prädisponieren, stehen mit mehr absolvierten Schuljahren und einem höheren Bildungsniveau in Verbindung. Bei der vorliegenden Erhebung sind genetische Daten gebündelt worden, um gewisse Muster innerhalb von 25 verschiedenen psychischen und neurologischen Störungen zu untersuchen. Riesige Stichprobengrößen waren erforderlich, um verlässliche Indikatoren herauszukristallisieren.

Insgesamt wurden die genetischen Daten von 265.218 Patienten und 784.643 Kontrollpersonen herangezogen. Untersuchungsgegenstand waren ebenfalls Verbindungen zwischen Hirnstoffwechselstörungen und 17 anderen Parametern, darunter beispielsweise Jahre in Ausbildung. Hier sind 1,2 Mio. Individuen unter die Lupe genommen worden. Die finalen Ergebnisse zeigen eine verbreitete genetische Überlappung bei verschiedenen psychischen Erkrankungen.

Negative Korrelation mit Alzheimer

Die größte Überschneidung wurde bei ADHD, der bipolaren Störung, Depressionen und Schizophrenie nachgewiesen. Eine ähnliche Verbindung konnte zwischen Anorexie und einer Zwangsstörung sowie zwischen einer Zwangsstörung und dem Tourette-Syndrom identifiziert werden. Im Gegensatz dazu haben neurologische Erkrankungen - wie Parkinson und Multiple Sklerose - kaum Überlappungen gezeigt.

Besonders überraschend war, dass genetische Faktoren, die eine Prädisposition für Anorexie, Autismus, eine bipolare Störung und eine Zwangsstörung darstellen, mit mehr Jahren in Bildungseinrichtungen sowie einem höheren Bildungsstand in Relation stehen. Neurologische Störungen, insbesondere Alzheimer und Schlaganfälle, korrelieren negativ mit diesen kognitiven Parametern.

Quelle: www.pressetext.com, Foto: pixelio.de/Gabi Schoenermann

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