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Neuer Ansatz dämmt AIDS ein und reduziert Erreger

Verabreichung des Moleküls Q-VD-OPH bei Tests an Affen sehr erfolgreich

AIDS: Forscher finden neuen effizienten Ansatz

Paris/Quebec - Affen, die mit dem Simian Immunodeficiency Virus infiziert sind, hilft die Verabreichung des Moleküls Q-VD-OPH entscheidend. Das haben Forscher des Centre national de la recherche scientifique  in Zusammenarbeit mit Kollegen der Universität Paris-Descartes und des Universitätsklinikums Quebec gezeigt. Nach Gabe des Meleküls brach die AIDS-ähnliche Krankheit bei den Tieren nicht aus. Zudem hatte das Erregerreservoir des Virus im Körper sogar abgenommen.

Peptid inhibiert Moleküle

Zwischen vier und 18 Tagen nach der Infektion verabreichten die Forscher den Affen fünf Injektionen mit dem Q-VD-OPH. Dieses Peptid inhibiert Moleküle, die eine Messenger-Rolle bei der Apoptose - dem programmierten Zelltod - spielen. Indem sie verhinderten, dass die Selbstzerstörungsnachricht die Zelle erreicht, konnten die Forscher den Rückgang der LT4-Populationen - eine Gruppe von weißen Blutzellen zur Immunabwehr - verhindern. Bei den Affen konnte somit ohne eine weitere Behandlung die Infektion reguliert werden. Selbst nach vierjähriger Behandlung war kein Primat an AIDS erkrankt.

Darüber hinaus haben die Wissenschaftler eine Verringerung des Virusreservoirs beobachtet. Dieses Ergebnis ist laut den Experten "sehr vielversprechend", da die aktuellen Therapien nur die Replikationsmechanismen des Virus beeinflussen, um es im Blut nicht mehr nachweisbar zu machen, seine Anwesenheit in den lymphatischen Organen jedoch nicht reduzieren können. Die Forscher wollen jetzt herausfinden, ob das Molekül Q-VD-OPH die LT4-Zellen retten kann, auch wenn es erst zu einem späteren Zeitpunkt nach der Infektion verabreicht wird.

Quelle: www.pressetext.com, Foto: Florian Fügemann

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