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Gicht erhöht Risiko von Knochenbrüchen nicht

Neue wissenschaftliche Erhebung widerlegt frühere Ergebnisse

Knochenbruch: Gicht erhöht Risiko nicht

Keele - Gicht steht nicht mit einem erhöhten Risiko von Knochenbrüchen in Verbindung, sagen Forscher der Keele University  in ihrer neuesten wissenschaftlichen Publikation. Die in "CMAJ" veröffentlichten Ergebnisse widersprechen früheren Studien, die einen Zusammenhang mit chronischen Entzündungen nachgewiesen hatten.

Repräsentative Datenauswertung

Die Forscher haben die Daten einer großen Datenbank zur Primärversorgung verwendet. 31.781 Patienten mit Gicht wurden 122.961 Kontrollen gegenübergestellt. Der Beobachtungszeitraum lag zwischen 6,8 und 13,6 Jahren bis zum Auftreten des ersten Knochenbruchs. Die Anzahl der Verletzungen war bei Personen mit und ohne Gicht ähnlich. Zusätzlich schienen Medikamente zur Senkung der Uratwerte keine Auswirkungen auf das Langzeitrisiko von Knochenbrüchen zu haben.

Laut Forschungsleiterin Zoe Paskins sollte der Einsatz einer nationalen repräsentativen Kohorte diesen Ergebnissen nicht nur für Großbritannien Gültigkeit verleihen, sondern auch für andere Länder mit einem ähnlichen Gesundheitssystem. Bei Gicht handelt es sich um die häufigste Form einer entzündlichen Arthritis, die durch die Ansammlung von Harnsäurekristallen in den Gelenken verursacht wird. Die Folge können starke Schmerzen und ein Anschwellen von Gelenken sein. Häufig betroffen sind das Großzehengrundgelenk, aber auch andere Gelenke. Allein in Großbritannien leiden 2,4 Prozent der Erwachsenen an Gicht.

Quelle: www.pressetext.com, Foto: pixelio.de, Dieter Schütz

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