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Vitamin D kann gegen Diabetes helfen

Kombination mit neu entdecktem Präparat schützt wichtige Zellen

Zell-Schutz: Ansatz wirkt bei Mäuse-Bauchspeicheldrüse

La Jolla - Neue Hoffnung für Menschen mit Diabetes 2: Forscher am kalifornischen Salk Institute for Biological Studies haben eine neue Behandlungsmethode gefunden, die auch das Team um Ronald Evans selbst überrascht. Normales Vitamin D, wie es der Körper bildet, wenn er der Sonne ausgesetzt ist, sorgt dafür, dass Betazellen erhalten bleiben oder sogar repariert werden. Diese Zellen in der Bauchspeicheldrüse produzieren jenes Insulin, das Diabetikern fehlt. In Versuchsmäusen hat die Vitamin-D-Kur bereits angeschlagen.

Blutzucker-Normalisierung

"Wir wissen, dass Diabetes durch eine Entzündung ausgelöst wird", so Evans. "In unserer Studie identifizierten wir Vitamin D als wichtigen Regulator sowohl für Entzündungen als auch für das Überleben der Betazellen." Die Forscher arbeiteten dazu mit embryonalen Stammzellen. Es gelang ihnen, ein Präparat namens iBRD9 zu identifizieren, das den Vitamin-D-Rezeptor im Körper aktiviert, wenn es mit Vitamin D kombiniert wird. Bei Mäusen konnten sie nachweisen, dass sich dadurch nach einer gewissen Zeit der Blutzuckerspiegel auf einem normalen Niveau einpendelte.

"Epidemiologische Studien haben gezeigt, dass Menschen, die eine hohe Konzentration von Vitamin D im Blut haben, ein geringeres Risiko haben, an Diabetes zu erkranken", sagt Zong Wie, der zum Forscherteam gehört. "Der Grund dafür war allerdings unbekannt." Nun ist klar, dass das damit zusammenhängt, auf welchem Weg Gene in Proteine umgewandelt werden. Wenn iBRD9 mit dem Vitamin kombiniert wird, werden bestimmte Gene, die die Betazellen schützen, verstärkt gebildet. "Wir haben ein großes Teilchen des Puzzles gefunden, das zu einer neuen Diabetes-Behandlung führen kann", sagt Michael Downes, einer der Autoren der Studie.

Mögliche Waffe gegen Krebs

Bei Mäusen konnten die Forscher keine Nebenwirkungen beim Einsatz der Kombination iBRD9-Vitamin D feststellen. Vor Beginn der klinischen Studien sei allerdings noch weitere Forschung nötig. Die Entdeckung könne aber noch viel weitreichender Folgen haben, glauben die Forscher. Denn der gleiche Mechanismus könnte bei der Behandlung anderer Krankheiten helfen. Sie hoffen, dass er auch bei einer der gefährlichsten Erkrankungen hilft, beim Bauchspeicheldrüsenkrebs.

Quelle: www.pressetext.com, Foto: Salk Institute

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