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Osteoporose: Vitamin K soll Knochen stabilisieren

Wissenschaftler unterstreichen Symbiose aus Calcium, Vitamin D und K

Gipsbein: Osteoporose kann vorgebeugt werden

Wien - Im Kampf gegen die Knochenbruchkrankheit Osteoporose sind vorbeugende Maßnahmen wie ausreichende Bewegung und allem voran gesunde Ernährung grundlegende Bausteine. Vitamin D und K spielen hierbei eine zentrale Rolle. Zu dieser Erkenntnis kommen Fachleute im Rahmen eines heute, Mittwoch, in Wien abgehaltenen Pressegesprächs des Österreichischen Akademischen Instituts für Ernährungsmedizin (ÖAIE).

Schlüsselfaktor für Blutgerinnung

Osteoporose ist laut der WHO  eine der zehn häufigsten Erkrankungen weltweit. "Rund 700.000 bis 800.000 Österreicher leiden darunter", so ÖAIE-Präsident Kurt Widhalm. Grundsätzlich, so der Experte, seien jedoch alle Menschen betroffen, denn: "Die Knochenstruktur jedes Menschen wird mit dem Alter schwächer." Gänzlich vorzubeugen sei dieser Entwicklung nicht, auch wenn die Einnahme von Calcium und Vitamine D und K die Knochenstruktur stärke. Jedoch sei die Zufuhr dieser Inhaltsstoffe gerade in jungen Jahren besonders wichtig.

Eine tragende Rolle spielen hierbei Erkenntnisse über die Wirkung von Vitamin K in Verbindung mit anderen Inhaltsstoffen. Das fettlösliche Vitamin K, das vor allem in grünen Gemüsesorten vorhanden ist, ist nachweislichlicher Schlüsselfaktor für die Blutgerinnung und trägt so dazu bei, Calciumablagerungen in Blutgefäßen und Geweben zu verhindern, indem es Knochen Calcium zuführt. Damit senke das Vitamin das Risiko von Herzinfarkten und Schlaganfällen. Allem voran Vitamin K2, das durch Darmbakterien fermentiert und im Dickdarm aufgenommen wird, trägt laut Studien dafür Sorge, dass Menschen in hohem Alter seltener Knochenbrüche erleiden: In Japan, wo reich an Vitamin-K2-haltige Sojabohnen häufig auf der Speisekarte stehen, seien Osteoporose-bedingte Frakturen nicht so häufig wie anderswo.

"Schleichendes Monster Osteoporose"

"Es stimmt mich nachdenklich, dass die jetzige Generation teilweise schon im Kinderwagen mit dem iPad beschäftigt ist", sagt auch Astrid Fahrleitner-Pammer, Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Knochen- und Mineralstoffwechsel. Ab einem Alter von zwölf Jahren sind Bewegung und richtige Ernährung unabdingbar, so die Fachfrau. "Die Osteoporose ist ein schleichendes Monster - aber durch die Vitamine K1 und K2 wird die Medikation unterstützt", wie Fahrleitner-Pammer ausführt. Zwar könne dem Knochendichteverlust nicht entgegengewirkt werden, aber die Knochen würden durch einen höheren Mineralgehalt an Stabilität gewinnen.

Von der Wirkungsweise des Vitamin K ist auch Mediziner Johannes Huber  überzeugt: "Am Anfang allen Lebens steht Calcium. Es darf nur nicht da herumflanieren, wo es nicht hingehört: in den Blutgefäßen", so der Mediziner. Das Vitamin K helfe dabei, da es das Zusammenspiel von Calcium und Vitamin D unterstütze. "Der Körper ist eben mehr als die Summe seiner Organe", wie der Experte betont. Wie in so vielen anderen medizinischen Bereichen gilt laut Huber jedoch auch hier für die Zukunft: "Wir brauchen die Forschung."

Quelle: www.pressetext.com, Foto: pixelio.de/sparkie

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