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Philadelphia: Steuer reduziert Limonaden-Konsum

Absatz sinkt um 40 Prozent - Konsumenten kaufen Wasser in Flaschen

Philadelphia - Nach der Einführung der Limonaden-Steuer in Philadelphia haben die Einwohner US-Metropole um 40 Prozent weniger wahrscheinlich täglich Limonaden zu sich genommen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Drexel University. Diese hatten vor und nach der Einführung der Steuer fast 900 Personen zu ihrem Konsumverhalten befragt.

Auch weniger Energy-Drinks

Im Vergleich mit umliegenden Städten wie Trenton, Camden und Wilmington sank die Wahrscheinlichkeit des täglichen Limonaden-Konsums um 40 Prozent. Bei Energy-Drinks lag dieser Wert sogar bei 60 Prozent. Gleichzeitig tranken die Menschen in Philadelphia um 58 Prozent eher täglich in Flaschen abgefülltes Wasser. Laut Studienleider Yichen Zhong könnte eine vollständige Weitergabe der Steuer von den Händlern an die Konsumenten dazu führen, dass der Preis bei Limonaden und Energy-Drinks um 20 Prozent ansteigt.

"Es ist zu erwarten, dass ein derartiger Preisanstieg dazu führt, dass manche Konsumenten damit aufhören, nicht wesentliche Produkte wie zuckerhaltige Limonaden zu kaufen und auf kostengünstigere Getränke wie Wasser in Flaschen umsteigen. Unsere Ergebnisse entsprechen diesen Erwartungen." Frühere Studien haben sich bislang nur auf die Auswirkungen der Steuer auf Geschäfte seit der vollen Einführung des Gesetzes 2017 konzentriert. Die aktuelle Studie untersuchte erstmals die Veränderungen in den Konsumgewohnheiten.

Damit sind laut Mitautorin Amy Auchincloss direktere Rückschlüsse auf die gesundheitlichen Folgen der Steuer möglich. Die Untersuchung des täglichen Konsums von zuckerhaltigen Getränken sei wichtig, da er von Experten häufig als Indikator für einen ungesund hohen Konsum angesehen werde. Zuckerhaltige Fruchtgetränke wie Snapple oder Sunny Delight wurden nicht weniger konsumiert, obwohl sie von der Steuer auch betroffen sind. Laut Auchincloss konnte nicht festgestellt werden, ob dafür verantwortlich war, dass die Händler die Preise nicht erhöhten oder ob die Konsumenten für diese Produkte mehr zahlen wollten.

Quelle: www.pressetext.com

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