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Stiftung Warentest Mineralwasser-Test

Ein Wasser steigert das Krebsrisiko

Einmal mehr zeigt sich: Hoher Preis und ein renommierter Markenname sind nicht immer ausschlaggebend für gute Qualität. Das gilt auch für Mineralwasser. Stiftung Warentest hat 30 Wässer untersucht - unter den drei besten landeten zwei preisgünstige Marken. Von einem raten die Experten besonders ab.

Jeder Deutsche trinkt durchschnittlich 148 Liter Mineral- und Heilwasser pro Jahr. Obwohl hierzulande das Leitungswasser gesund ist, bevorzugen viele die Alternative des abgepackten Mineralwassers aus dem Supermarkt. Stiftung Warentest zeigt allerdings, dass es bei der Auswahl gravierende Qualitätsunterschiede gibt. Die Experten testeten 30 Mineralwässer, keines davon erreichte eine „sehr gute" Bewertung. Insgesamt schnitten elf der Testprodukte mit der Note „gut", 18 mit „befriedigend" ab. Eines erreichte sogar nur das Qualitätsurteil „ausreichend".

Schlecht abgeschnitten haben:

  • „Naturalis" der italienischen Fonte Guizza, erhältlich bei Netto, Gesamtnote 3,7
  • „Vilsa Brunnen", Gesamtnote 3,5
  •  „TiP Erbeskopfquelle" und „Real Quality", erhältlich bei Real, Gesamtnote 3,5
  • „Surf Vitaqua Quelle", erhältlich bei Norma, Gesamtnote 3,5

Gute Ergebnisse erreichten:

  • „Gut & Günstig Vitaqua Quelle", erhältlich bei Edeka, Gesamtnote 2,2
  • „Franken Brunnen", Gesamtnote 2,2
  • „Saskia" der Quelle Wörth am Rhein, erhältlich bei Lidl, Gesamtnote 2,2

Das Edeka- und Lidl-Mineralwasser gehören mit einem Kaufpreis von 13 Cent pro Liter gleichzeitig zu den preiswertesten Wässern. Bei „Franken Brunnen" dagegen müssen Sie tiefer in die Tasche greifen: Der Liter kostet 54 Cent.

Krebserregender Chrom-Anteil in „Naturalis"

Das Schlusslicht bildete das Netto-Wasser „Naturalis" aus der italienischen Quelle noch in einem weiteren Bereich: nämlich den enthaltenen, kritischen Stoffen. Als einziges Testprodukt wies „Naturalis" der Fonte Guizza einen Chromanteil auf, der über dem Leitwert für Trinkwasser liegt. Die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken, erhöht sich dadurch minimal.

Geschmack nach Acetaldehyd in jedem zweiten geprüften Wasser

Am stärksten gewichtete Stiftung Warentest für die Gesamtnote das „Sensorische Urteil" - also Geschmack und Optik des Wassers. Auffällig hierbei: Bei vielen fiel die Bewertung aufgrund der Verpackung schlecht aus.
In einigen Fällen überträgt sich laut Testergebnis der Geschmack des Kunststoffes auf das Wasser, das dann eine Acetaldehyd-Note annimmt. Dieser Stoff entsteht bei der Herstellung des Kunststoffes Polyethylenterephthalat (PET). Gesundheitlich ist das zwar unbedenklich, es beeinflusst allerdings das neutrale Aroma des Wassers. Bei 15 Produkten war das Acetaldehyd leicht oder sehr leicht zu schmecken. Am höchsten war der Acetaldehyd-Anteil beim Netto-Wasser „Naturalis" der Quelle Fonte Guizza, weshalb die Prüfer dessen Verpackung als einzige mit „mangelhaft" bewerteten.

Nicht nur die Marke - auch die Quelle ist entscheidend

Ein großer Unterschied ergab sich im Vergleich der Mineralwässer von „Naturalis". Denn obgleich derselben Marke, entstammen die beiden getesteten Netto-Wässer aus verschiedenen Quellen. „Naturalis" des Quellbrunnens Vitalbrunnen im märkischen Baruth ist zum Beispiel von erhöhten Chrom-Anteilen nicht betroffen. Deshalb der Tipp: Beim Kauf immer auf die Ursprungsquelle achten.

Mineralstoffanteil besonders hoch in Apollinaris

Als qualitativ hochwertig - zumindest die enthaltenen Mineralstoffe betreffend - stuften die Prüfer „Apollinaris" ein. Insgesamt lautete das Testurteil zwar nur „befriedigend", was Stiftung Warentest vor allem mit einer fehlerhaften Deklaration begründet. Gerade für Sportler ist der hohe Magnesiumanteil aber interessant. Denn die durchschnittliche Frau kann mit einem Liter „Apollinaris" fast die Hälfte ihres täglichen Magnesiumbedarfs abdecken.

Nicht der Preis entscheidet über die Qualität

Mit 69 Cent pro Liter bildet „Apollinaris" allerdings auch den preislichen Spitzenreiter. Stiftung Warentest zeigt jedoch, dass qualitativ hochwertiges Wasser auch für einen Literpreis von 13 Cent zu haben ist. So viel kosten zwei von drei Spitzenreitern.
Den kompletten Test mit allen Ergebnissen finden Sie auf der Webseite von Stiftung Warentest.

Quelle: Focus online

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