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Malteserorden verstärkt Drogenprävention

UNODC-Konferenz in Wien setzt auf Ausbau der Jugendarbeit

Botschafter Günther A. Granser

Wien - Der Souveräne Malteserorden, mit über 950 Jahren eine der ältesten humanitären Institutionen weltweit, wird die Zusammenarbeit mit dem UN-Büro für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) in Wien ausweiten. Das kündigte der Ständige Beobachter des Ordens bei den Vereinten Nationen, Botschafter Günther A. Granser, auf der UNODC-Konferenz in der Wiener UNO-City an. Konkret will der Orden dazu beitragen, dass die seit sechs Jahren bestehende Jugend-Initiative eine stärkere Stimme bei der UN-Commission on Narcotic Drugs (CND) erhält. 

Laut dem UNODC World Drug Report konsumieren über 250 Mio. Menschen weltweit illegale Drogen, mit dramatischen gesundheitlichen und sozialen Konsequenzen für Familien und Kinder. Vor allem die rasante Zunahme von synthetischen Drogen bereitet den Experten dabei Sorgen. Rund 250.000 sterben jährlich an den direkten und indirekten Folgen des Drogenmissbrauchs. Die Kosten durch Drogenkriminalität und Behandlung von Drogensüchtigen belaufen sich auf über 700 Mrd. US-Dollar pro Jahr.

Das ist auch der Grund, warum immer mehr Länder weltweit zur aktiven Bekämpfung von Drogenproduktion, Handel und Missbrauch aufrufen. Nicht nur bei den internationalen Organisationen, auch auf der politischen Agenda der Supermächte USA, Russland und China steht die Drogenpräventionsarbeit ganz oben. Das zeigten auch die vielen Statements auf der UNODC-Konferenz in Wien, erklärte Granser. Gerade junge Menschen müssten vor den Gefahren gewarnt werden. Es sei eine globale Aufgabe, effiziente Präventionsmaßnahmen zu setzen, um Kinder und Jugendliche von gesundheitsgefährdenden Rausch- und Betäubungsmitteln fernzuhalten.

Im Rahmen des vom Malteserorden und der UNODC unterstützten Jugendforums haben bis dato über 250 internationale Jugendvertreter in Wien Informations- und Aufklärungsmaßnahmen zur Drogenprävention initiiert und in ihren Heimatländern zur Umsetzung gebracht. Über individuelle Fördermaßnahmen, Informationskampagnen, Jugendveranstaltungen und Aktivitäten in den sozialen Netzwerken können so jeden Tag Millionen Menschen erreicht werden.

"Der Orden ist überzeugt, dass die Jugend das wertvollste Kapital für die Zukunft darstellt und dass daher Investitionen in die sichere und gesunde Entwicklung junger Menschen ein Beitrag zur nachhaltigen Zukunftssicherung für uns alle ist", sagte Granser. Daher werde der Malteserorden alles daran setzen, dass die UNODC Youth Initiative eine stärkere Stimme bei der CND erhält und sich so weiter entwickeln kann, dass sie in der Lage ist ihre Drähte zu Entscheidungsträgern für praktische Lösungen in der weltweiten Drogenproblematik zu nutzen.

Über den Souveränen Malteserorden

Als internationales Völkerrechtssubjekt unterhält der Souveräne Malteserorden diplomatische Beziehungen zu 107 Staaten auf allen Kontinenten, zudem hat er permanenten Beobachterstatus bei allen UN-Organisationen und anderen internationalen Organisationen. Der Orden genießt hohe Reputation als neutrale und apolitische Institution und engagiert sich vor allem im Gesundheits- und Armutsbereich, insbesondere durch medizinische, soziale und humanitäre Projekte für Menschen in Not.

Kontakt:
Stefanie Schmatz, UNODC Youth Initiative, stefanie.schmatz@un.org
Alberto Dona, SMOM Mission UN Vienna, mission@smomun.org

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