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Nach OPs bei Kindern: Ibuprofen besser als Morphin

Zu Hause verabreichtes Medikament hat viel weniger Nebenwirkungen

Knie: Wahl des richtigen Schmerzmittels wichtig

London - Das allgemein verfügbare Medikament Ibuprofen ist bei Kindern nach kleineren ambulanten orthopädischen Operationen die bessere Wahl, da es weniger Nebenwirkungen hat als oral verabreichtes Morphin. Zu diesem Fazit kommen kanadische Mediziner in einer klinischen Studie unter der Leitung des London Health Sciences Centre. Diese Ergebnisse legen nahe, dass eine adäquate Schmerztherapie ein wichtiges Ziel der Pflege sein sollte. Das gilt laut dem leitenden Forscher Naveen Poonai auch bei kleinen Eingriffen.

154 Kinder untersucht

In der aktuellen Erhebung haben die Forscher 154 Kinder zwischen fünf und 17 Jahren untersucht, bei denen kleinere orthopädische Eingriffe wie Schlüssellochoperationen an Gelenken, Bändern und Sehnen durchgeführt oder Nähte und andere Reste von Operationen am London Health Sciences Centre entfernt wurden.

In den ersten 24 Stunden benötigten mehr als 80 Prozent der Kinder zu Hause eine Schmerzbehandlung. Die Schmerzwerte bei Kindern in den Gruppen mit oralem Morphin und Ibuprofen waren ähnlich. Die Kinder, die Morphin erhalten hatten, berichteten jedoch über mehr Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Schläfrigkeit, Schwindel und Verstopfung.

Morphin wirkt nicht besser

Da Morphin keine verbesserte Schmerzausschaltung ermöglicht hat, aber mit deutlich mehr Nebenwirkungen in Verbindung stand, ist Ibuprofen laut den Studienautoren die bessere Wahl. Da jedoch keine der Behandlungen den Schmerz völlig zum Verschwinden brachten, seien weitere Studien zur effektiven Schmerzlinderung erforderlich. Das gelte vor allem bei stärkeren Schmerzen. Der Einsatz von oralem Morphin zu Hause wurde bei Kindern nach derartigen Eingriffen bisher noch nicht erforscht oder mit der Wirksamkeit von Ibuprofen verglichen.

Quelle: www.pressetext.com, Foto: pixelio.de, jutta rotter

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