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Tool erkennt Aneurysmen bei Kopfweh-Patienten

Unverzügliche Diagnose einer Subarachnoidalblutung rettet Leben

Kopfschmerzen können auch bedenklich sein

Ottawa - Forscher vom Ottawa Hospital  haben ein Tool für Notaufnahmen entwickelt, das potenziell tödliche Aneurysmen bei Patienten mit Kopfschmerzen, denen es sonst gut zu gehen scheint, identifiziert. Damit werden Personen mit hohem Risiko erkannt, die Überlebensraten verbessert und Untersuchungen mit bildgebenden Verfahren vermieden. Ein blutendes Aneurysma im Gehirn, eine sogenannte Subarachnoidalblutung, kann zu plötzlichen Kopfschmerzen führen.

Obwohl eine Subarachnoidalblutung selten ist und nur bei ein bis drei Prozent der Kopfschmerzen auftritt, ist der Verlauf oft tödlich. "Fast die Hälfte der Patienten mit dieser Erkrankung stirbt. Rund zwei Fünftel der Überlebenden leiden an dauerhaften neurologischen Defiziten. Patienten, bei denen eine Diagnose durchgeführt wird, wenn sie wach sind und nur unter Kopfschmerzen leiden, verfügen über deutlich bessere Ergebnisse. Eine Diagnose kann jedoch schwierig sein, da diese Patienten häufig relativ gut dabei aussehen", sagt Forschungsleiter Jeffrey Perry.

1.153 Patienten untersucht

An der Studie nahmen 1.153 erwachsene Patienten teil, die zwischen 2010 und 2014 mit plötzlichen Kopfschmerzen in sechs an Universitäten angegliederte Krankenhäuser eingeliefert wurden. Mit der im "Canadian Medical Association Journal" veröffentlichten Studie wurden die ersten Ergebnisse zur Ottawa Subarachnoid Hemorrhage Rule bestätigt. Laut Perry muss jede Regel zur klinischen Entscheidungsfindung vor ihrem sicheren Einsatz bei neuen Patienten überprüft werden, um sicherzustellen, dass diese Regel nicht durch Zufall entstanden und sie auch wirklich sicher ist.

Eine Überprüfung ist vor allem bei möglicherweise lebensbedrohlichen Erkrankungen wie Subarachnoidalblutungen anzuraten, meint Perry. Jetzt liege ein zuverlässiges Tool vor, das Patienten mit einem hohen Risiko identifiziert. Damit könnten Wartezeiten und unnötige Tests für Patienten mit geringem Risiko vermieden werden. "Wir gehen davon aus, dass diese Regel in Ontario jährlich 25 Menschenleben retten kann", resümiert der Experte abschließend.

Quelle: www.pressetext.com, Foto: Martin Müller, pixelio.de

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