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Mit Eisen in Nanopartikelform gegen Blutarmut

Forscher sehen optimale Funktionserweiterung von Lebensmitteln

Spritze: mit Nanopartikeln gegen Anämie

Varese - Mitarbeiter der Università di Studi dell'Insubria  und der University of Cambridge  haben einen neuen Ansatz zur Therapierung von Blutarmut gefunden. Danach lässt sich Anämie durch die Verabreichung von Eisen in Nanopartikelform wirksamer bekämpfen.

Eisen gegen Anämie

Durch Eisenmangel bedingte Blutarmut ist auch heute noch eine verbreitete, durch ernährungs- oder krankheitsbedingte Ursachen hervorgerufene Pathologie. Die Bekämpfung erfolgt nach wie vor durch Verabreichung von Eisen in Form von Ionen in Verbindung mit Ascorbinsäure, um eine Oxidierung zu verhindern und gleichzeitig eine bessere Aufnahme zu bewirken.

"Meist ist diese Kombination jedoch wegen der erheblichen geschmacklichen Veränderungen nicht als Nahrungsmittelzusatz verwendbar", erklärt Projektleiterin Elena Bossi. Dieser Nachteil kann aufgrund der neuen Erkenntnisse durch den Einsatz von Nanopartikeln umgangen werden. Der Grund: Sie durchdringen die Zellmembran direkt, ohne durch die Lysosomen behindert zu werden.

Funktionserweiterung

"Diese von den Kollegen aus Cambridge ausgedachte Form, mit ihren besonderen chemisch-physikalischen Eigenschaften, öffnet neue Wege zur Funktionserweiterung von Lebensmitteln", so Bossi. Die Arbeit wurde im Rahmen der Ausschreibung "Nanoparticles, Nanotechnologies and Ultrafine Particles" durch den Fondo di Ateneo per la Ricerca und die Fondazione Cariplo finanziert. Einzelheiten sind in der Fachzeitschrift "Scientific Reports" nachzulesen.

Quelle: www.pressetext.com, Foto: www.JenaFoto24.de, pixelio.de

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