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Vaginale Östrogentherapie erhöht Krebsrisiko nicht

Forscher entwarnen: Keine Gefahren wie bei Einnahme von Tabletten

Frau: Vaginale Östrogentherapie ist sicher

Los Angeles - Frauen nach der Menopause, die eine vaginale Östrogentherapie eingesetzt haben, verfügen über kein erhöhtes Risiko bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der University of California  in ihrer aktuellen Untersuchung. Diese Behandlung könne daher als sicher bei Symptomen wie Brennen, Unbehagen und Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs gelten.

Verräterische Pillen

Bei Frauen mit erhaltener Gebärmutter war auch das Risiko eines Schlaganfalls, von invasivem Brustkrebs, Darmkrebs, Endometriumkarzinomen und einer Lungenembolie oder einer tiefen Venenthrombose nicht signifikant erhöht. Das Risiko einer koronaren Herzkrankheit, von Knochenbrüchen und einem frühzeitigen Tod war bei Frauen mit Östrogentherapie niedriger.

Das Risiko einer koronaren Herzkrankheit, eines Schlaganfalls, Krebs und einer Lungenembolie oder einer tiefen Venenthrombose war bei Frauen nach einer Hysterektomie im Vergleich zur Nichtnutzung nicht deutlich anders als bei Frauen mit vaginaler Östrogentherapie. Randominierte Studien und andere Untersuchungen haben gezeigt, dass Frauen, die Östrogen in Tablettenform einnehmen, über ein erhöhtes Risiko von Blutgerinnseln und auch Schlaganfällen verfügen.

Große Datenanalyse

Bisher war nicht bekannt, ob die vaginale Östrogentherapie ähnliche Risiken mit sich bringt. Für die aktuelle Studie wurden die Daten von Teilnehmerinnen der Women's Health Initiative Observational Study ausgewertet. Die Frauen waren zu Beginn der Studie zwischen 50 und 79 Jahre alt. Die Forschungsergebnisse wurden im Fachmagazin "Menopause" veröffentlicht.

Quelle: www.pressetext.com, Foto: pixelio.de, Rainer Sturm

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