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Alzheimer stark durch Mangel an Dopamin bedingt

Fehlfunktion des Hippocampus wirkt sich klar auf Stimmungslage aus

Gehirn im Scan: Dopamin relevant für gute Funktion

Rom - Die gefürchtete Alterskrankheit Alzheimer steht in direktem Zusammenhang mit einer durch Dopaminmangel hervorgerufenen Fehlfunktion des Hippocampus. Zu diesem Schluss kommen Mitarbeiter der Universität Campus Bio-Medico  im Zuge der Durchführung zweier Tierversuche - zum einen die Behandlung mit L-Dopa, einem Vorprodukt des Dopamins. Zum anderen wurde die Therapierung mit einem Pharmakon, das den Dopaminabbau verhindert, getestet.

Auffälligkeiten im Verhalten

In beiden Fällen der Versuche stellte sich eine rasche und vollständige Erholung der Gedächtnisfunktionen ein. Hinzu kommt eine zweite wichtige Erkenntnis: "Dopaminmangel wirkt sich entscheidend auf die Stimmungslage des Menschen aus", erklärt Projektleiter Marcello D'Amello. Der volkstümlich auch als Glückshormon bekannte Neurotransmitter ist entscheidend für die Funktionstüchtigkeit des Hippocampus.

Wird diese Gehirnregion nicht ausreichend mit Dopamin versorgt, führt das zum nachlassenden Interesse am Alltagsleben bis hin zu Appetitlosigkeit und Depressionen. Diese Erscheinungen dienen deshalb als ein erster Alarm zur Früherkennung von Alzheimer. "Noch unbeantwortet ist damit die Frage, aus welchem Grund die Dopaminproduktion aussetzt", so der italienische Wissenschaftler abschließend.

Frühe Diagnose entscheidend

Zur Diagnose sollten am besten Techniken der magnetischen Resonanz eingesetzt werden, die bestimmte, bei der Untersuchung der Schizophrenie übliche Algorithmen verwenden. Signifikante Stimmungsänderungen sind leicht erkennbare und deshalb frühzeitig therapierbare Krankheitsbilder, bevor es auch zu kognitiven Störungen und schließlich zum Gedächnisverlust kommt. Allein in Italien sind rund 600.000 Menschen von Alzheimer betroffen.

Quelle: www.pressetext.com, Foto: pixelio.de, Rike

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