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Bluthochdruck: Mögliche Ursachen erforscht

Veränderungen der Gehirnaktivität und des Blutflusses entscheidend

Bluthochdruck: Ursachen wenig erforscht

Novosibirsk - Frühe Veränderungen in der Aktivität des Gehirns und beim Blutfluss dürften teilweise die Ursache für Bluthochdruck sein. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie des Institute of Cytology and Genetics  gekommen, die an einem Rattenmodell durchgeführt wurde. Bei 90 bis 95 Prozent der Menschen hat Bluthochdruck keine erkennbare Ursache. Trotzdem handelt es sich um einen Risikofaktor für Erkrankungen des Gehirns, der Nieren, von Herz, Augen und anderer Bereiche des Körpers. Die Regulierung des Blutdrucks ist wissenschaftlich gut erforscht. Seine Grundlagen sind jedoch weiter ein Rätsel.

Gehirn beeinflusst Blutdruck

Das Team um Alisa Seryapina erforschte die physiologischen Veränderungen bei dem Rattenmodell ISIAH (Inherited Stress-Induced Arterial Hypertension). Diese Ratten entwickeln im Alter von vier bis sechs Wochen Bluthochdruck, der ihr ganzes weiteres Leben lang bestehen bleibt. Die Forscher verglichen den Bluthochdruck dieser Tiere mit jenem einer normalen Kontrollgruppe. Als die Tiere mit hohem Blutdruck älter wurden, beobachten die Forscher Veränderungen des Blutflusses in bestimmen Arterien. Zusätzlich kam es zu Veränderungen der Gehirnaktivität, konkret zu einem Rückgang im präfrontalen Kortex und einer Zunahme im Hypothalamus, die bei den Ratten mit normalem Blutdruck nicht nachgewiesen werden konnten. Damit ist laut den Forschern ein Zusammenhang zwischen Bluthochdruck und Veränderungen der Gehirnaktivität und des Blutflusses nachgewiesen.

Verbesserung der Prävention

Die Forscher halten es für denkbar, dass Bluthochdruck durch diese Veränderungen am Beginn des Lebens verursacht wird. Mehr Wissen über diesen Prozess könnte laut Seryapina in der Folge bei der Prävention eine Rolle spielen. "Die Untersuchung der frühen physiologischen Veränderungen mit Hilfe von ISIAH könnte einen Beitrag zur Erforschung der Ursachen von Bluthochdruck leisten. Mehr Wissen in diesem Bereich könnte helfen, diese Krankheit bereits zu einem frühen Zeitpunkt zu verhindern." Die Forschungsergebnisse wurden in dem Fachmagazin "Experimental Physiology" veröffentlicht.

Quelle: www.pressetext.com, Foto: pixelio.de, Bernd Kasper

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