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Depressionen erhöhen Risiko für Psoriasis-Arthritis

Forscher weisen erstmals direkte Auswirkungen auf den Körper nach

Schatten an der Wand: Depressive leiden auch körperlich

Alberta - Depressive verfügen über ein um 37 Prozent höheres Risiko, an einer Psoriasis-Arthritis zu erkranken, wie Forscher der University of Calgary  ermittelt haben. Schuppenflechte ist eine lebenslange Erkrankung, die für Patienten eine kosmetische und körperliche Beeinträchtigung darstellt. Zusätzlich erhöht sich für die Betroffenen das Risiko für eine Reihe von schweren Erkrankungen. Rund 8,5 Prozent leiden auch an Psoriasis-Arthritis, also an Psoriasis und einer Entzündung der Gelenke sowie der umliegenden Bereiche.

70.000 Patienten analysiert

Laut der leitenden Wissenschaftlerin Cheryl Barnabe versuchen Experten seit Jahren zu verstehen, welche Patienten mit Schuppenflechte auch an einer Psoriasis-Arthritis erkranken werden und wie sich ein Risiko früher erkennen lässt. Depressionen sind bei Psoriasis verbreitet. Ausgehend von neuen Ergebnissen, dass schwere depressive Erkrankungen mit erhöhten systemischen Entzündungen zusammenhängen, gibt es nun die Hypothese, dass Depressionen bei Betroffenen auch das Risiko einer Psoriasis-Arthritis erhöhen.

Für die aktuelle Studie wurden Daten des "The Health Improvement Network" ausgewertet. Dabei handelt es sich um eine Datenbank aus Großbritannien, in der mehr als 70.000 Patienten mit einer neuen Schuppenflechte-Diagnose verzeichnet sind. Durch die Auswertung weiterer Krankenunterlagen wurden jene Personen identifiziert, die an Depressionen erkrankten - aber auch jene, die an einer Psoriasis-Arthritis litten. Patienten wurden bis zu 25 Jahre lang beobachtet oder bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie an Psoriasis-Arthritis erkrankten.

Emotionale Probleme folgenreich

Die statistische Auswertung hat ergeben, dass Schuppenflechte-Patienten in Kombination mit schweren Depressionen über ein um 37 Prozent höheres Risiko verfügen, auch an Psoriasis-Arthritis zu erkranken. Dieser Zusammenhang blieb bestehen, auch nachdem zahlreiche andere Faktoren wie Alter oder Alkoholkonsum berücksichtigt worden waren. Die im "Journal of Investigative Dermatology" veröffentlichten Forschungsergebnisse betonen die Wichtigkeit der Beachtung von Symptomen einer Depression bei der Behandlung von Schuppenflechte.

Experten wie Scott Patten zufolge handelt es sich bei Depressionen um eine rein psychologische Erkrankung oder emotionale Probleme. "Diese Krankheit hat aber auch ganz direkte Auswirkungen auf den Körper. Es kommt zu Veränderungen der Marker bei Entzündungen und des Immunsystems." Depressionen könnten daher ein Risikofaktor für chronische Erkrankungen sein. Daher sei die aktuelle Studie ein Beispiel dafür, wie die Auswertung großer Datenmengen ganz neue medizinische Zusammenhänge sichtbar macht.

Quelle: www.pressetext.com, Foto: pixelio.de/CFalk

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