Neue „Wunderplomben“ halten doppelt so lang

Zahnfüllungen im Röntgen

Zahnfüllungen im Röntgen: Haltbarkeit als Problem (Foto: Liza Litsch/pixelio.de)

Innovativer Ansatz setzt auf Thiourethan als Zusatz und komplett neuentwickelten Klebstoff

Portland – Forscher der OHSU School of Dentistry  haben ein neues Material für Zahnfüllungen entwickelt, das gegenüber bisherigen Produkten doppelt so widerstandsfähig gegen Bruch ist. Dabei kommt als Zusatz Thiourethan zum Einsatz, das auch für die Schutzbeschichtung von Autos oder Terrassen verwendet wird. Zusätzlich wurde ein Kleber entwickelt, der nach sechs Monaten Einsatz haltbarer ist als jener, der derzeit oft eingesetzt wird. Gemeinsam sollen sie für eine größere Haltbarkeit sorgen.

Deutlich länger haltbar

Laut der korrespondierenden Autorin Carmem Pfeifer verfügen Restaurationen bei Zähnen über eine Lebensdauer zwischen sieben und zehn Jahren. Sie brechen unter dem Druck des Kauens oder es kommt zu Lücken zwischen der Füllung und dem Zahn. Bakterien können eindringen und es bildet sich eine neue Lücke. „Stärkere Materialien bedeuten, dass die Füllungen bei weitem nicht so oft repariert oder ersetzt werden müssen.“ Damit können nicht nur Geld und Probleme wegfallen, sondern auch größere Schwierigkeiten verhindert werden.

Für den Klebstoff wurde mit Methacrylamid ein Polymer eingesetzt, das deutlich widerstandsfähiger gegen Schädigungen durch Wasser, Bakterien und Enzyme im Mund ist als die derzeit eingesetzten Produkte. Die Studienergebnisse zur neuen Zahnfüllung wurden in „Scientific Reports“ veröffentlicht, jene zum Klebstoff in „Dental Materials“.

Quelle: pressetext.com