Haftung bei Beurteilung einer Computertomographie ohne Neurologen

Ein Krankenhaus und der behandelnde Chefarzt haben sich haftbar gemacht, weil sie grob behandlungsfehlerhaft versäumt haben, noch am Aufnahmetag einen Neurologen zur Beurteilung der Bildgebung einer Computertomographie hinzuzuziehen. Durch das Versäumnis wurde ein massiver Hirnstamminfarkt einer Patientin zu spät erkannt, in dessen Folge sie schwerwiegende Lähmungen erlitt und Monate später verstarb. Dies entschied das Oberlandesgericht Hamm und sprach Sohn und Erben der verstorbenen Patientin ein Schmerzensgeld in Höhe von 50.000 Euro zu.

Aktenzeichen: OLG Hamm, 12.08.2013, AZ: 3 U 122/12
Entscheidungsjahr: 2013