Eltern vereiteln Erkältungen mit Hausmitteln

Eltern vereiteln Erkältungen mit Hausmitteln

Erkältet: Eltern vertrauen auf Hausmittel (Foto: pixabay.com, sweetlouise)

51 Prozent der Erziehungsberechtigten setzen auf Strategien ohne wissenschaftliche Belege

Ann Arbor – Vitamin C zur Abwehr von Krankheitserregern: Trotz geringer oder gar keiner wissenschaftlichen Belege für die Wirksamkeit dieser Strategien zur Vorbeugung einer Erkältung, haben sie mehr als die Hälfte der US-Eltern bei ihren Kindern schon einmal ausprobiert, wie eine aktuelle Studie der University of Michigan  ergeben hat.

Gute Hygiene wichtig

Fast 99 Prozent der im Rahmen der C.S. Mott Children’s Hospital National Poll on Children’s Health  befragten Eltern gaben aber auch an, dass sie zur Vorbeugung auf sehr gute persönliche Hygiene setzen. Dass sie hilft, die Ausbreitung von derartigen Erkrankungen zu verhindern, ist wissenschaftlich bewiesen. Dazu gehört, dass Kinder dazu angehalten werden, sich häufig die Hände zu waschen, die Hände nicht in der Nähe von Mund oder Nase zu haben und keine Gegenstände oder Getränke mit anderen zu teilen.

Trotzdem verabreichten 51 Prozent der Eltern ihren Kindern rezeptfrei erhältliche Vitamine oder Nahrungsergänzungsmittel, um einer Erkältung vorzubeugen. 71 Prozent gaben an, dass sie ihre Kinder auch dazu anhalten, das Haus nicht mit nassen Haaren zu verlassen oder mehr Zeit im Haus zu verbringen. Erkältungen werden durch Viren verursacht, die von einem Menschen auf den anderen übertragen werden. Am häufigsten entstehen sie durch Schleimtröpfchen aus Nase und Mund, die entweder durch direkten Kontakt beim Niesen oder Husten durch die Luft auf die Hände oder das Gesicht oder über Oberflächen wie Türgriffe übertragen werden.

Vermeiden von Risiken

Laut Gary Freed, dem Kodirektor der Umfrage, ist es sehr positiv, dass der Großteil der Eltern den wissenschaftlich belegten Empfehlungen folgt. „Viele Eltern setzen jedoch auch Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine ein, deren Wirksamkeit nicht bewiesen ist und die nicht von der U.S. Food and Drug Administration geregelt sind. Dabei handelt es sich um Produkte, die sehr stark beworben und häufig eingesetzt werden. Bei keinem wurde jedoch unabhängig nachgewiesen, dass es irgendeine Wirkung bei der Vorbeugung einer Erkältung hat.“ Die häufig eingesetzten Hausmittel wurden wahrscheinlich von einer Generation an die andere weitergegeben. Sie dürften laut dem Experten ihren Ursprung in Zeiten haben, in denen noch nicht bekannt war, wodurch diese Erkrankungen tatsächlich verursacht werden.

Positiv zu bewerten ist laut den Fachleuten, dass mehr Eltern auf wissenschaftlich belegte Strategien setzen. Zusätzlich zur Hygiene halten 87 Prozent ihre Kinder von bereits erkrankten Personen fern. 64 Prozent ersuchen Verwandte mit Verkühlungen, die Kinder nicht zu umarmen oder zu küssen. 60 Prozent worden eine Verabredung zu gemeinsamen Spielen oder anderen Aktivitäten absagen, wenn andere Kinder bereits erkrankt sind. 31 Prozent der Eltern meiden Spielplätze während der kalten Jahreszeit. 84 Prozent haben es sich zur Gewohnheit gemacht, zur Oberflächen im Haus häufiger zu reinigen. Das gelte auch für das Spielzeug der Kinder. Durchschnittlich sind Kinder im Schulalter drei bis sechs Mal im Jahr erkältet. Manche dieser Erkrankungen dauern bis zu zwei Wochen.

Quelle: pressetext.com