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Ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV) der GKV

Nicht-EBM-Leistungen werden vorübergehend nach GOÄ honoriert

Die KBV informiert das Leistungen...“ der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung, die noch nicht im EBM stehen, können ab Juli nach der Gebührenordnung für Ärzte abgerechnet werden. Die Ärzte reichen die Rechnungen direkt bei der jeweiligen Krankenkasse ein. Das hat der ergänzte erweiterte Bewertungsausschuss – ein Schiedsgremium – beschlossen.

Die Entscheidung durch das Schiedsgremium war notwendig geworden, weil sich KBV, Deutsche Krankenhausgesellschaft und Krankenkassen nicht auf eine Vergütungsregelung einigen konnten. Die KBV hat gegen den Beschluss gestimmt. Sie wollte erreichen, dass die Ärzte diese Leistungen im Kostenerstattungsverfahren zu den Gebührensätzen abrechnen können, die je nach Behandlung und Aufwand indiziert sind. Dies hatten die Krankenkassen abgelehnt.

1-facher bis 1,5-facher Gebührensatz
Das Schiedsgremium legte daraufhin auch die Gebührensätze fest. Für Laborleistungen gilt nunmehr der 1-fache Gebührensatz. Mit dem 1,2-fachen Satz bewertet sind technische Leistungen. Für ärztliche Leistungen darf der 1,5-fache Satz angesetzt werden.

Sonderregelung für Leistungen der Onkologie-Vereinbarung
Ausgenommen von der Regelung sind ASV-Leistungen, die auch in der Onkologie-Vereinbarung (Anlage 7 zum Bundesmantelvertrag-Ärzte) enthalten sind. Sie werden bis zu ihrer Aufnahme in den EBM nach den regionalen Kostenpauschalen des Anhangs 2 der Onkologie-Vereinbarung vergütet.

Regelung gilt bis Aufnahme der Leistung in den EBM
Mit dem Beschluss steht nunmehr fest, wie Leistungen, die zum Teil ansonsten nur im Krankenhaus zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung durchgeführt werden dürfen, in der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung übergangsweise honoriert werden. Die Regelung gilt dabei immer nur so lange, bis die Leistungen in den EBM aufgenommen werden. Dies muss innerhalb von sechs Monaten nach Inkrafttreten einer ASV-Indikation geschehen…“

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